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Ich bin „nur“ Mama #not

von Patricia

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Die Woche fiel mir ein Beitrag in die Hände oder besser auf den Bildschirm. Thema „nur“ Mama sein. Der mich wieder mal zum Nachdenken brachte.

Was ist das eigentlich mit dem „nur“ Mama sein? Wenn man nicht schon während der Geburt die ersten Mails beantwortet, geht schon ein Raunzen durch die Runde. Es ist doch tatsächlich so, dass man heutzutage mit der „Berufsbezeichnung“ Mama schon einen fraglichen Blick erntet. Es scheint fast so, als müsste man sich direkt nach der Geburt schon Gedanken darüber machen ob man nicht doch nach einem Monat wieder in den Job einsteigt, da eh alles so easy ist.

Ich für meinen Teil habe im ersten Jahr immer gedacht, ich MUSS doch noch etwas machen. Ich kann doch nicht „nur“ Mama sein. Ich habe mich zu sehr vom Außen beeinflussen lassen. Mir tatsächlich die Frage gestellt, ob ich denn normal sei, da es für mich gerade in der ersten Zeit sehr anstrengend war. Ich konnte gar nicht die Kraft aufbringen „mehr“ als „nur“ Mama zu sein. Ich war froh überhaupt zu sein.

Aus meiner Sicht ist es sehr schade, dass wir Frauen in der Gesellschaft so stark funktionieren müssen. Und uns entgegen unserer Natur verhalten sollen. Natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren, dennoch sehe ich es als Fakt, dass man es als Frau, die sich dazu entscheidet Mutter zu werden, gerade auch in der wirtschaftlichen Welt nicht einfach hat. Ich möchte mich hier ganz klar davon distanzieren uns pauschal als Opfer dazustellen. Nein ich denke es müsste viel mehr der Fokus auf die Frauen gelegt werden. Dem Mutter-Sein mehr Anerkennung geschenkt werden. Seitens der Wirtschaft sollte es auch Möglichkeiten geben, den Frauen z.B.: einen Wiedereinstieg leichter zu machen und sie „trotzdem“ dass sie Mutter ist als vollwertige Mitarbeiterin ansehen. In meinem Bekanntenkreis sehe ich jedoch, dass Wiedereinsteigerinnen oft einen Posten bekommen, der nicht Fisch und nicht Fleisch ist.

Kind oder Karriere?

Alleine dieser Satz bringt mich manchmal zur Weißglut. Aus meiner Sicht schließt sich das nicht aus. Und heißt dieser Satz dann, das man als Mama keine Karriere machen kann bzw. erfolglos ist, weil man eben „nur“ Mama ist?

Man soll doch als Mama gar nicht arbeiten gehen oder sich vielleicht sogar sein eigenes Business aufbauen. Natürlich sollte man aber auch nicht aus der Tasche des Mannes leben und erst recht nicht, wenn noch kein schicker Ring deinen Finger ziert.

Das sind doch alles Ansichten die nicht ernst gemeint sein können.

Brechen wir es mal runter, auf das was es ist:

Derzeit absolvieren wir einen 24/7 Job. Ohne Pause. Ohne Urlaub und in den meisten Fällen ist die Bezahlung auch nicht besonders angemessen. Wir haben diesen „Job“ angenommen, weil wir es wollten und es uns aus tiefstem Herzen gewunschen haben. Wir lieben unseren Job. Können uns nichts Schöneres vorstellen. (Meistens zumindest *g*)

Da ist es für mich dann umso schwieriger zu verstehen, warum es von der Gesellschaft hier so wenig Zuspruch gibt. Die Anerkennung und der Respekt gegenüber Müttern oft so wenig vorhanden ist. Es als selbstverständlich angesehen wird, was wir tagtäglich leisten.

Natürlich sollte man nicht im Außen nach der nötigen Anerkennung suchen, zumal man die nur bei einem selbst findet. Aber es ist eben das Standing, das das Mutter-Sein oder auch die Sicht auf die Frau noch immer in der Gesellschaft hat. Ich habe in diesem Zusammenhang einmal ein sehr tolles Video gesehen. Das ich hier gerne mit euch teilen möchte.

Ich glaub der Post ist an dieser Stelle jetzt einfach mal fertig. Ich für meinen Teil bin gerne „nur“ Mama, arbeite aber gleichzeitig irrsinnig gerne. Ich liebe es an meinen Büchern zu feilen, Posts zu schreiben und Workshops zu geben. Aber ich liebe es auch Mama zu sein. Und am Ende des Tages ist es doch der coolste Job der Welt oder?

In diesem Sinne euch einen wunderschönen Tag ihr tollen Mütter und Frauen da draußen!!

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